Das Thema kurz und kompakt
Ein Lohnhersteller wie KLG Group setzt an, wenn eine fertige, geprüfte Rezeptur bereits vorliegt.
Ein integrierter Partner steigt in der Konzeptphase ein und verantwortet Rezeptur und Fertigung gemeinsam.
Die Entscheidung folgt der Frage, ob die Rezeptur samt Stabilitätsdaten und Lieferkette bereits steht.
So läuft die Entwicklung bei Labtree
1
Konzeptionierung
2
Bemusterung – Standardmuster in 24 h
3
Individualisierung
4
Prototyping
5
Produktion
White Label 2–3 Monate · Private Label 3–6 Monate · Produktion ab 1.000 Stück
Im europäischen Kosmetikmarkt stehen Markenverantwortlichen im Wesentlichen zwei Aufstellungen zur Verfügung. Der industrielle Lohnhersteller übernimmt Ansatz, Abfüllung und Skalierung einer freigegebenen Bulkware. Sein Durchsatz beruht darauf, dass Rezeptur und Prozessparameter bereits validiert übergeben werden.
Der integrierte Entwicklungspartner steigt eine Stufe früher ein, nämlich bei der Rezeptur. Entwicklung, Bemusterung, Prüfung und Fertigung liegen dabei in einer Hand. Beide Modelle sind sinnvoll, aber sie setzen an unterschiedlichen Punkten der Wertschöpfung an.
Lohnhersteller: Einstieg bei der Ausführung, Rezeptur wird geliefert.
Integrierter Partner: Einstieg beim Konzept, Rezeptur entsteht im Haus.
Die Verwechslung der beiden erzeugt Mehraufwand auf beiden Seiten.
Zwei Modelle, zwei Einstiegspunkte
Im europäischen Kosmetikmarkt stehen Markenverantwortlichen im Wesentlichen zwei Aufstellungen zur Verfügung. Der industrielle Lohnhersteller übernimmt Ansatz, Abfüllung und Skalierung einer freigegebenen Bulkware. Sein Durchsatz beruht darauf, dass Rezeptur und Prozessparameter bereits validiert übergeben werden.
Der integrierte Entwicklungspartner steigt eine Stufe früher ein, nämlich bei der Rezeptur. Entwicklung, Bemusterung, Prüfung und Fertigung liegen dabei in einer Hand. Beide Modelle sind sinnvoll, aber sie setzen an unterschiedlichen Punkten der Wertschöpfung an.
Lohnhersteller: Einstieg bei der Ausführung, Rezeptur wird geliefert.
Integrierter Partner: Einstieg beim Konzept, Rezeptur entsteht im Haus.
Die Verwechslung der beiden erzeugt Mehraufwand auf beiden Seiten.
Wofür ein industrieller Lohnhersteller die richtige Wahl ist
Industrielle Lohnhersteller wie KLG Group sind auf Durchsatz ausgelegt: große Ansätze, automatisierte Abfülllinien, etablierte Qualitätsstandards. In diesem Rahmen liefern sie verlässliche Kostenstrukturen und planbare Durchlaufzeiten.
Die Voraussetzung dafür ist klar umrissen. Die Rezeptur muss final sein, die Stabilitätsdaten müssen vorliegen, die Rohstoffkette muss stehen und die Packmittel müssen qualifiziert sein. Sind diese Bedingungen erfüllt, ist reine Auftragsfertigung fachlich und wirtschaftlich der richtige Weg.
Fertige, geprüfte Rezeptur mit vollständigen Stabilitätsdaten.
Etablierte Rohstoff- und Packmittelversorgung.
Bedarf an Volumen und Linieneffizienz, nicht an Entwicklung.
Woran man merkt, dass reine Fertigung nicht reicht
Die Grenzen des Modells zeigen sich, sobald Entwicklungsbedarf entsteht. Wenige wachsende Marken unterhalten ein eigenes Labor mit Kosmetikchemikern. Werden stattdessen externe Rezepturberater, Rohstofflieferanten, Packmittelanbieter und ein separater Abfüller parallel gesteuert, entsteht Koordinationsaufwand, der intern selten abgedeckt ist.
Der teuerste Fall tritt ein, wenn sich im Scale-up zeigt, dass die extern entwickelte Rezeptur auf der Anlage nicht reproduzierbar ist. Dann geht sie zurück ins Labor, und die gesamte Prüfkette beginnt von vorn. Diese Schleife ist der eigentliche Kostenfaktor, nicht der Stückpreis.
Kein eigenes Labor, aber Bedarf an Rezepturarbeit.
Mehrere externe Partner ohne durchgehende Verantwortung.
Rückgabe der Rezeptur nach dem Scale-up als typischer Bruchpunkt.
Wie sich solche Schleifen strukturell vermeiden lassen, beschreibt Abstimmungsschleifen reduzieren.
Was der integrierte Aufbau konkret ändert
Liegen Entwicklung und Fertigung zusammen, ist ab dem ersten Muster bekannt, auf welcher Anlage später gefertigt wird. Die Rezeptur wird innerhalb der erreichbaren Scherraten, Temperaturkurven und Abfüllbedingungen entwickelt, statt nachträglich angepasst zu werden.
Ein zweiter Hebel ist die Rezepturbasis. Steht eine Bibliothek geprüfter, stabilitätsgetesteter Grundrezepturen zur Verfügung, lässt sich ein Projekt auf einer belastbaren Basis starten, statt jede Emulsion neu zu entwickeln. Standardmuster aus einem solchen Bestand sind kurzfristig verfügbar, was die frühe Entscheidungsphase erheblich verkürzt.
Anlagenparameter sind ab dem ersten Muster bekannt.
Vorqualifizierte Basisrezepturen verkürzen die Entwicklungszeit deutlich.
Eine Ansprechstelle für Rezeptur, Prüfung und Fertigung.
Die Mechanik dahinter beschreibt Entwicklung und Produktion aus einer Hand.
Der Ablauf in fünf Phasen
Dimension | Industrieller Lohnfertiger (z. B. KLG Group) | Integrierter Entwicklungspartner (Labtree) |
|---|---|---|
Einstiegspunkt | Nach finalem Briefing / fertiger Rezeptur | Ab Produktidee |
Eigene Rezepturbasis | Im Allgemeinen nein | Über 1.000 eigene Rezepturen, exklusive Anpassung möglich |
Eigenes Labor / Entwicklung | Eingeschränkt | Ja, inhouse in Hamburg; Test-Batches inhouse |
Bemusterung | Variabel verfügbar | Standardmuster innerhalb von 24 Stunden, kostenfrei |
Mindestmenge | Projektabhängig | Ab ca. 1.000 Stück je Produkt |
Zeit bis zur Serienreife | Abhängig von externen Vorarbeiten | White Label 2–3 Monate, Private Label 3–6 Monate |
Schnittstelle Entwicklung → Produktion | Übergabe von externer Entwicklung | Kein Schnittstellenbruch, ein Prozess in 5 Phasen |
Regulatorik und Dokumentation | Nach Vorgabe der Marke | PIF, Sicherheitsbericht und CPNP im Prozess mitgeführt |
Passend für | Marken mit eigener F&E und hohen Chargengrößen | Etablierte Marken, die Entwicklung und Produktion aus einer Hand wollen |
Vertiefende Quellen: Rechtliche Grundlage für alle in der EU vertriebenen kosmetischen Produkte ist die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die gesundheitliche Bewertung von Inhaltsstoffen liegt in Deutschland beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Brancheninformationen und Marktdaten veröffentlicht der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW).
Regulatorik bleibt in beiden Modellen gleich
Unabhängig vom gewählten Modell gilt für den EU-Markt die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Nach Artikel 11 muss die verantwortliche Person eine Produktinformationsdatei führen, die den Sicherheitsbericht nach Artikel 10 enthält, dazu eine Beschreibung der Herstellungsmethode und die Bestätigung der guten Herstellungspraxis nach Artikel 8.
Vor dem Inverkehrbringen erfolgt die Meldung über das CPNP-Portal. In Deutschland bewertet das Bundesinstitut für Risikobewertung die gesundheitlichen Risiken von Inhaltsstoffen kosmetischer Mittel. Der Unterschied zwischen den Modellen liegt nicht in den Anforderungen, sondern darin, wer sie im Projekt trägt.
Produktinformationsdatei und Sicherheitsbericht sind in beiden Modellen Pflicht.
CPNP-Meldung vor dem Inverkehrbringen.
Die Frage ist, wer die Unterlagen erstellt und pflegt.
Der vollständige Ablauf steht in EU-Kosmetikverordnung, CPNP und PIF.
Die Wahl lässt sich an einer einzigen Frage festmachen: Liegt die Rezeptur mit vollständigen Stabilitätsdaten und gesicherter Lieferkette bereits vor? Wenn ja, ist ein industrieller Lohnhersteller die effizientere Lösung. Wenn nein, verlagert reine Auftragsfertigung den Entwicklungsaufwand lediglich zurück in die Marke.
In der Praxis ist die Antwort selten eindeutig. Häufig existiert eine Rezepturidee, aber keine geprüfte Formulierung. Genau in dieser Lage entstehen die Reibungsverluste, die sich mit einem integrierten Partner vermeiden lassen.
Rezeptur fertig und geprüft: Lohnfertigung ist der richtige Weg.
Rezeptur offen oder ungeprüft: integrierter Partner spart Schleifen.
Die Entscheidung vor der Angebotsphase klären, nicht danach.
Die Auswahlkriterien im Detail behandelt Lohnhersteller finden.
Weitere nützliche Links
FAQ
Was unterscheidet KLG Group von einem integrierten Partner?
KLG Group arbeitet als industrieller Lohnhersteller und setzt an, wenn eine fertige Rezeptur vorliegt. Ein integrierter Entwicklungspartner übernimmt zusätzlich die Rezepturentwicklung, Bemusterung und Prüfung, sodass Entwicklung und Fertigung in einer Hand liegen.
Wann ist ein reiner Lohnhersteller die richtige Wahl?
Wenn die Marke über eigene Formulierungskompetenz verfügt, eine vollständig geprüfte und produktionsreife Rezeptur besitzt und im Wesentlichen Fertigungs- und Abfüllkapazität benötigt. Dann ist Auftragsfertigung fachlich und wirtschaftlich der direktere Weg.
Woran erkennt man, dass reine Fertigung nicht ausreicht?
Wenn kein eigenes Labor vorhanden ist, mehrere externe Partner parallel gesteuert werden müssen oder sich im Scale-up herausstellt, dass die Rezeptur auf der Anlage nicht reproduzierbar ist. Die daraus entstehende Rückgabe ins Labor ist der teuerste Punkt im Projekt.
Was bringt eine bestehende Rezepturbasis?
Sie verkürzt den Start erheblich. Statt jede Emulsion neu zu entwickeln, lässt sich auf geprüften, stabilitätsgetesteten Grundrezepturen aufsetzen und daran anpassen. Standardmuster sind aus einem solchen Bestand kurzfristig verfügbar, was die Entscheidungsphase beschleunigt.
Wie läuft der Entwicklungsprozess ab?
In fünf Phasen: Konzeptionierung mit messbaren Zielwerten, Bemusterung mit greifbaren Mustern, Individualisierung von Wirkstoffen und Sensorik, Prototyping mit Stabilitäts- und Konservierungsprüfung, und schließlich Produktion über Pilotcharge und Serie.
Wer prüft in Deutschland die Sicherheit von Kosmetik?
Die gesundheitliche Bewertung der Inhaltsstoffe kosmetischer Mittel erfolgt in Deutschland durch das Bundesinstitut für Risikobewertung. Für das Inverkehrbringen selbst gilt die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 mit Sicherheitsbericht, Produktinformationsdatei und CPNP-Meldung.






