Tagescreme produzieren lassen: Wie Marken Textur, Tagesschutz und SPF strategisch zusammenbringen

Tagescreme produzieren lassen: Wie Marken Textur, Tagesschutz und SPF strategisch zusammenbringen
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CEO & Founder bei Labtree GmbH
Die Tagescreme ist die meistgekaufte Skincare-Kategorie und gleichzeitig die anspruchsvollste in der Sensorik. Textur, Tagesschutz und optionale SPF-Integration entscheiden darüber, ob ein Produkt in der morgendlichen Routine ankommt oder ungenutzt bleibt.
Themen auf dieser Seite
Das Thema kurz und kompakt
Leichte Textur und schnelle Aufnahme sind zentral, weil Tagescremes vor Make-up vollständig einziehen müssen.
SPF-Integration ist möglich, verlängert die Entwicklung aber um 4 bis 8 Wochen durch ISO-zertifizierte Tests.
Mit Rezepturbasis und früher paralleler Berücksichtigung: 2 bis 4 Monate ohne SPF, 3 bis 5 Monate mit SPF bis Markteinführung.
Die Wahl der Tages-Formulierung ist die erste strategische Entscheidung. Sie bestimmt Sensorik, Aufnahme und mögliche Marketing-Aussage.
Leichte O/W-Emulsion: Standard für Tagescremes, schnelle Aufnahme, mattes oder leicht glänzendes Finish. Markenversprechen: leichte Daily-Use-Pflege, breite Zielgruppe.
Gel-Creme: hybride Textur, sehr leicht, frisches Hautgefühl. Ideal für Mischhaut und Sommer. Markenversprechen: leichte Tagespflege, hautberuhigend.
Fluid mit hoher Wasserphase: noch leichter als Gel-Creme, fast wässrige Konsistenz. Markenversprechen: ultraleicht, fettige Haut.
Getönte Tagescreme (BB- oder CC-Creme): Pflege plus leichte Deckkraft. Markenversprechen: Pflege und Make-up in einem Schritt.
Tagescreme mit SPF: kombiniert Pflege und UV-Schutz. Markenversprechen: täglicher UV-Schutz integriert.
Die Wahl hängt stark vom Hauttyp der Zielgruppe und vom Positionierungs-Preispunkt ab. Eine SPF-Variante kann als Linien-Erweiterung sinnvoll sein, ohne die Basis-Tagescreme zu ersetzen.
Welche Tages-Formulierung welches Marken-Versprechen trägt
Die Wahl der Tages-Formulierung ist die erste strategische Entscheidung. Sie bestimmt Sensorik, Aufnahme und mögliche Marketing-Aussage.
Leichte O/W-Emulsion: Standard für Tagescremes, schnelle Aufnahme, mattes oder leicht glänzendes Finish. Markenversprechen: leichte Daily-Use-Pflege, breite Zielgruppe.
Gel-Creme: hybride Textur, sehr leicht, frisches Hautgefühl. Ideal für Mischhaut und Sommer. Markenversprechen: leichte Tagespflege, hautberuhigend.
Fluid mit hoher Wasserphase: noch leichter als Gel-Creme, fast wässrige Konsistenz. Markenversprechen: ultraleicht, fettige Haut.
Getönte Tagescreme (BB- oder CC-Creme): Pflege plus leichte Deckkraft. Markenversprechen: Pflege und Make-up in einem Schritt.
Tagescreme mit SPF: kombiniert Pflege und UV-Schutz. Markenversprechen: täglicher UV-Schutz integriert.
Die Wahl hängt stark vom Hauttyp der Zielgruppe und vom Positionierungs-Preispunkt ab. Eine SPF-Variante kann als Linien-Erweiterung sinnvoll sein, ohne die Basis-Tagescreme zu ersetzen.
Tagesschutz: Antioxidantien und UV-Filter
Tageshaut ist UV-Strahlung, Pollution und oxidativem Stress ausgesetzt. Zwei Schutzschichten lassen sich in eine Tagescreme integrieren:
Antioxidantien: Vitamin E, Vitamin C-Derivate, Polyphenole (Grüntee-Extrakt). Schützen vor freien Radikalen. Typische Konzentrationen: Vitamin E 0,5 bis 2 Prozent, Vitamin C-Derivate 1 bis 5 Prozent.
UV-Filter (optional): chemische Filter (z.B. Octocrylene, Avobenzone) oder mineralische Filter (Titandioxid, Zinkoxid). Typische SPF-Stärken für Tagescremes: SPF 15 bis 30.
Die SPF-Integration ist regulatorisch anspruchsvoll: SPF-Produkte gelten als kosmetische Sonnenschutzmittel und brauchen einen separaten SPF-Test (ISO 24444 für SPF, ISO 24443 für UVA-PF). Das verlängert die Entwicklungszeit um 4 bis 8 Wochen.
Sensorik: Mattierung vs. Glow
Die Sensorik einer Tagescreme entscheidet, ob sie täglich genutzt wird. Drei sensorische Hebel:
Aufnahmegeschwindigkeit: Tagescremes müssen in unter 60 Sekunden vollständig einziehen, damit Make-up problemlos aufgetragen werden kann.
Finish: matt für fettige Haut und Make-up-Träger, leicht glänzend (Glow) für trockene Haut und natürliche Looks.
Hautgefühl: leicht, weich, ohne Klebrigkeit. Polyole (Glycerin, Propylenglykol) und leichte Esther geben das passende Hautgefühl.
Sensorik wird in der Bemusterungsphase iterativ optimiert. Hier lohnt sich Zeit, weil sie über Kaufwiederholung entscheidet.
Verpackung und Anwendungsritual
Die Verpackung einer Tagescreme balanciert Alltagstauglichkeit und Marken-Optik:
Tube: hygienisch, alltagstauglich, gute Wirkstoff-Stabilität. Mittlere Kosten. Standard für Mass-Market und Mid-Premium.
Pumpspender: dosiergenau, hygienisch, premium-Optik. Geeignet für leichte bis mittlere Konsistenzen.
Tiegel aus Glas: klassisch, premium-Optik. Mehr Luftkontakt bei Anwendung.
Airless-Pumpe: optimale Stabilität für oxidationsempfindliche Wirkstoffe (Vitamin C). Premium-Positionierung.
Zeit- und Kostengrößen
White Label auf vorqualifizierter Rezepturbasis: 2 bis 3 Monate, Stückkosten ab ca. 2,50 bis 6 EUR (abhängig von Wirkstoffsystem, Verpackung, Chargengröße)
Tagescreme mit SPF: 3 bis 5 Monate, höhere Initialkosten durch ISO-zertifizierte SPF-Tests
Individuelle Neuentwicklung: 3 bis 6 Monate, höhere Initialkosten für Stabilitätstests, Sensorik-Iterationen und gegebenenfalls Verträglichkeitsstudien
Typische MOQ: 1.000 bis 5.000 Stück bei Standardverpackung, höher bei Airless-Pumpen
Bei Labtree dienen vorqualifizierte Tagescreme-Rezepturen in unterschiedlichen Texturen und mit optionaler SPF-Integration als Ausgangspunkt. Marken sehen früh, welche Basis zur geplanten Positionierung passt.
Vertiefende Quellen: Rechtliche Grundlage für alle in der EU vertriebenen kosmetischen Produkte ist die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die gesundheitliche Bewertung von Inhaltsstoffen liegt in Deutschland beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Brancheninformationen und Marktdaten veröffentlicht der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW).
Der 5-Phasen-Prozess für eine Tagescreme
Konzeptionierung: Auswahl der Tages-Formulierung, des Wirkstoffsystems und der optionalen SPF-Integration auf Basis von Markenversprechen, Zielgruppe und Preispunkt. Zuordnung zu einer passenden Rezepturbasis aus dem Labtree-Pool.
Bemusterung: Standardmuster vorqualifizierter Rezepturen werden innerhalb von 24 Stunden aus dem Musterlager versendet, kostenfrei für Kunden. Erste sensorische Bewertung an realen Produkten, besonders unter Make-up.
Individualisierung: Gezielte Anpassung von Wirkstoff-Konzentration, Aufnahmegeschwindigkeit, Finish (matt oder Glow), Duft. Iterative Mustervarianten bis die Sensorik passt.
Prototyping: Test-Batch in produktionsnaher Größe. Parallel werden Verpackung, Design, regulatorische Anforderungen (bei SPF: zusätzliche Tests) und Produktionsfähigkeit früh berücksichtigt, statt erst nach der finalen Rezepturfreigabe adressiert zu werden.
Produktion: Skalierung auf finale Chargengröße, Übergang in Routine-Produktion. Weil Produktionsfähigkeit bereits in der Prototyping-Phase mitgedacht wurde, erfolgt der letzte Schritt koordiniert.
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Eigene Tagescreme-Rezepturen im Pool: Existieren bereits stabilitätsgetestete Bases in unterschiedlichen leichten Texturen und mit oder ohne SPF, oder beginnt jede Entwicklung von Grund auf?
Eigenes Labor: Können Sensorik-, Finish- und Wirkstoff-Anpassungen inhouse vorgenommen werden, oder müssen sie extern beauftragt werden?
SPF-Expertise (falls relevant): Erfahrung mit ISO 24444 / 24443-Tests und der regulatorischen Einordnung von Sonnenschutz-Kosmetik.
Bemusterungsgeschwindigkeit: Standardmuster innerhalb von 24 Stunden ist ein realistischer Benchmark. Bei Labtree ist der Versand zudem kostenfrei.
Frühe parallele Berücksichtigung: Verpackungsauswahl, Stabilitätsprotokoll und regulatorische Vorbereitung sollten parallel zur Rezepturanpassung laufen, statt erst nach finaler Freigabe adressiert zu werden.
Skalierungsfähigkeit: Vom Test-Batch bis zur Großserie ohne Schnittstellenbruch.
Tagescreme produzieren lassen ist ein gut planbares Vorhaben, wenn die strategischen Entscheidungen (Textur, Tagesschutz, optionale SPF-Integration) früh getroffen werden und auf einer vorqualifizierten Rezepturbasis aufsetzen. Wer parallel zur Rezeptur auch Verpackung und regulatorische Vorbereitung berücksichtigt, kommt in 2 bis 4 Monaten zur Markteinführung. SPF-Varianten brauchen 4 bis 8 Wochen zusätzlich für die zertifizierten Tests.
Weitere nützliche Links
FAQ
Hat Labtree ein eigenes Labor?
Ja. Labtree verfügt über eigene Entwicklungskompetenz inklusive Labor. Dadurch können Rezepturen nicht nur ausgewählt, sondern gezielt entwickelt, getestet und angepasst werden. Zusätzlich können kleinere Test-Batches inhouse produziert werden, um Produkte früh real zu validieren und sicher in die Produktion zu überführen.
Sollte eine Tagescreme SPF enthalten?
Das hängt von der Marken-Positionierung ab. SPF integriert Schutz in die Routine, verlängert aber die Entwicklung und erhöht die Komplexität. Viele Marken bieten zwei Varianten: eine Basis-Tagescreme und eine SPF-Variante als Linien-Erweiterung.
Welche Textur ist für eine Tagescreme richtig?
Für die meisten Hauttypen funktioniert eine leichte O/W-Emulsion. Mischhaut und Sommer profitieren von Gel-Cremes oder Fluids. Sehr trockene Haut braucht reichhaltigere Bases, aber dann typischerweise als separate Nachtcreme.
Wie lange dauert die Entwicklung einer Tagescreme?
Bei White Label auf vorqualifizierter Rezepturbasis ohne SPF: 2 bis 3 Monate. Mit SPF: 3 bis 5 Monate. Individuelle Neuentwicklung: 3 bis 6 Monate. Entscheidend sind Stabilitätstests, Sensorik-Iterationen und gegebenenfalls SPF-Zertifizierung.
Welche Mindestmenge ist realistisch?
Bei Standardverpackung 1.000 bis 5.000 Stück pro Produkt, bei spezialisierten Behältern wie Airless-Pumpen entsprechend höher. Test-Chargen ab ca. 1.000 bis 2.000 Stück sind für Marktvalidierung möglich.
Was kostet eine Tagescreme in der Produktion?
Projektabhängig. Stückkosten bei White Label mit Standardverpackung typisch 2,50 bis 6 EUR bei mittlerer Chargengröße. SPF-Varianten liegen ca. 1 bis 2 EUR höher pro Stück durch UV-Filter und zertifizierte Tests. Initialkosten umfassen Stabilitätstests, Verträglichkeitstests und regulatorische Dokumentation.
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