Das Thema kurz und kompakt
Föhne erreichen rund 95 Grad Celsius, Glätteisen bis etwa 230 Grad; darauf muss der Hitzeschutz ausgelegt sein.
Silikonfreie Auslobungen haben deutlich zugenommen, was pflanzliche Alkane und Squalan als Alternativen in den Vordergrund rückt.
Eine Anpassung auf Basis einer vorqualifizierten Rezeptur erreicht die Marktreife in etwa zwei bis drei Monaten.
So läuft die Entwicklung bei Labtree
1
Konzeptionierung
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Bemusterung – Standardmuster in 24 h
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Individualisierung
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Prototyping
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Produktion
White Label 2–3 Monate · Private Label 3–6 Monate · Produktion ab 1.000 Stück
Anders als eine Spülung, die ausgewaschen wird, bleibt ein Serum über den ganzen Tag im Haar und übersteht mechanische Belastung und Styling. Daraus ergeben sich drei Anforderungen, die sich gegenseitig begrenzen.
Erstens der thermische Schutz: Föhne erreichen etwa 95 Grad Celsius, Glätteisen bis rund 230 Grad. Zweitens die Abschirmung gegen Luftfeuchte, die das Aufquellen der Faser und damit Frizz auslöst. Drittens die Lichtreflexion an der Oberfläche, die als Glanz wahrgenommen wird. Alles das muss ohne beschwerenden Film gelingen.
Hitzeschutz für den Bereich bis etwa 230 Grad Celsius.
Feuchtigkeitsabschirmung gegen Aufquellen und Frizz.
Glanz über Oberflächenreflexion, ohne das Haar zu beschweren.
Was ein Leave-in-Serum leisten muss
Anders als eine Spülung, die ausgewaschen wird, bleibt ein Serum über den ganzen Tag im Haar und übersteht mechanische Belastung und Styling. Daraus ergeben sich drei Anforderungen, die sich gegenseitig begrenzen.
Erstens der thermische Schutz: Föhne erreichen etwa 95 Grad Celsius, Glätteisen bis rund 230 Grad. Zweitens die Abschirmung gegen Luftfeuchte, die das Aufquellen der Faser und damit Frizz auslöst. Drittens die Lichtreflexion an der Oberfläche, die als Glanz wahrgenommen wird. Alles das muss ohne beschwerenden Film gelingen.
Hitzeschutz für den Bereich bis etwa 230 Grad Celsius.
Feuchtigkeitsabschirmung gegen Aufquellen und Frizz.
Glanz über Oberflächenreflexion, ohne das Haar zu beschweren.
Das Trägersystem als erste Entscheidung
Der Träger bestimmt Stabilität, Fließverhalten, Löslichkeit der Wirkstoffe und das gesamte sensorische Ergebnis. Er ist deshalb die erste strategische Festlegung, nicht ein Detail am Ende.
Zur Wahl stehen im Wesentlichen wasserfreie Ölsysteme, Emulsionen als leichte Milch oder Creme und alkoholbasierte Sprühformate. Wasserfreie Systeme liefern den stärksten Filmaufbau, wirken aber schnell schwer. Emulsionen sind leichter und vielseitiger, brauchen dafür Konservierung und Stabilitätsnachweis. Sprühformate verteilen sich fein, transportieren aber weniger Wirkstoff.
Wasserfreies Ölsystem: starker Film, keine Konservierung nötig, Gefahr des Beschwerens.
Emulsion: leichte Sensorik und breite Wirkstoffauswahl, dafür konservierungspflichtig.
Sprühformat: feine Verteilung, geringere Wirkstoffdichte.
Hitzeschutz und Frizz-Kontrolle formulieren
Die Schutzwirkung entsteht durch Filmbildner, die einen dünnen, thermisch stabilen Überzug auf der Faser hinterlassen. Klassisch wird das über Silikone gelöst, die hohe Gleitfähigkeit und zuverlässigen Hitzeschutz liefern.
Die Nachfrage nach silikonfreien Auslobungen hat allerdings stark zugenommen. Pflanzliche Alternativen wie Squalan und mittelkettige Alkane erreichen ähnliche Sensorik und guten Schutz, verhalten sich aber anders im Aufbau: Sie bilden einen leichteren Film und müssen in Kombination sorgfältig ausbalanciert werden.
Silikone: hoher Hitzeschutz und Gleitfähigkeit, aber Positionierungsfrage.
Squalan und Alkane als pflanzliche Alternativen mit leichterem Filmaufbau.
Die Entscheidung fällt vor der Rezepturentwicklung, weil sie die Architektur bestimmt.
Sensorik, Duft und Verpackung
Über den kommerziellen Erfolg entscheidet weniger die Wirkstoffliste als das Gefühl beim Auftragen und nach dem Trocknen. Die Formate reichen von leichter Milch über flüssiges Öl bis zur reichhaltigen Creme, jeweils mit eigener Viskositätseinstellung.
Formuliert wird über das Verhältnis flüchtiger Spreitmittel zu nicht flüchtigen Pflegeanteilen. Zu viel nicht flüchtiger Anteil wirkt fettig oder strähnig. Der Duft ist bei Haarpflege ein zentraler Kauffaktor, wirkt aber als Lösungsmittel und Weichmacher, weshalb die Verträglichkeit mit dem Packmittel gesondert zu prüfen ist.
Verhältnis flüchtiger zu nicht flüchtiger Anteile bestimmt das Hautgefühl.
Duft früh dosieren, weil er Stabilität und Packmittel beeinflusst.
Pumpe, Sprühkopf oder Pipette gehören in die Musterphase.
Zeiträume, Mengen und Kostenstruktur
Der schnellste Weg führt über eine vorqualifizierte Basis, die die Stabilitätsprüfung bereits bestanden hat. Angepasst werden Duft, Wirkstoffakzente und Verpackung. Realistisch sind hier etwa zwei bis drei Monate bis zur Marktreife.
Eine vollständige Neuentwicklung dauert länger, weil die zwölfwöchige Stabilitätsprüfung erst nach der Rezepturfreigabe beginnt. Eine feste Mindestmenge gibt es nicht: Sie ergibt sich aus Packmittel, Abfüllverfahren und dem kleinsten wirtschaftlich sinnvollen Kesselansatz.
Vorqualifizierte Basis: etwa zwei bis drei Monate bis zur Marktreife.
Neuentwicklung: länger, da die Prüfphase erst nach Freigabe startet.
Mindestmenge folgt Packmittel und Abfüllverfahren, nicht einer festen Regel.
Der Ablauf in fünf Phasen
Vom Konzept zum Serienprodukt führt ein strukturierter Weg. Am Anfang steht das technische Briefing mit Haartyp, Zielwirkung, Silikonentscheidung, Viskositätsziel und Packmittel. Darauf folgt die Laborphase mit ersten Mustern.
In der Individualisierung werden Wirkstoffe, Viskosität und Duft angepasst. Im Prototyping laufen Stabilitätsprüfung, Belastungstest der Konservierung und Packmittelverträglichkeit. Erst danach folgt die Produktion über Pilotcharge und Serie. Die toxikologische Bewertung beginnt bereits in der Laborphase.
Technisches Briefing mit verbindlicher Silikon- und Packmittelentscheidung.
Muster im Kandidatengebinde bewerten, nicht im Laborglas.
Prüfphase, dann Pilotcharge, dann Serie.
Für den EU-Markt gilt die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Der Hersteller muss bei der Erstellung der Produktinformationsdatei mitwirken, den Sicherheitsbericht ermöglichen und die Meldung über das CPNP-Portal unterstützen.
In Deutschland bewertet das Bundesinstitut für Risikobewertung die gesundheitlichen Risiken kosmetischer Inhaltsstoffe. Für die Auswahl heißt das: Ein Partner sollte nicht nur abfüllen können, sondern die regulatorische Dokumentation als Teil der Leistung verstehen.
Mitwirkung an Produktinformationsdatei und Sicherheitsbericht.
Erfahrung mit Leave-in-Formaten und deren Sensorik.
Eigene Laborkapazität statt reiner Abfüllkapazität.
Die Auswahlkriterien behandelt Lohnhersteller finden.
Weitere nützliche Links
FAQ
Wie wird ein Hitzeschutzserum entwickelt?
Über Filmbildner, die einen thermisch stabilen Überzug auf der Faser hinterlassen, kombiniert mit einem leichten Trägersystem. Ausgelegt wird auf den Bereich bis etwa 230 Grad Celsius, wie ihn Glätteisen erreichen. Föhne liegen mit rund 95 Grad deutlich darunter.
Lässt sich ein Haarserum silikonfrei formulieren?
Ja. Pflanzliche Alternativen wie Squalan und mittelkettige Alkane liefern gute Gleitfähigkeit und Schutz. Sie bilden einen leichteren Film als Silikone, weshalb die Kombination sorgfältig ausbalanciert werden muss, um vergleichbare Sensorik zu erreichen.
Wie lange dauert die Entwicklung?
Auf Basis einer vorqualifizierten Rezeptur etwa zwei bis drei Monate bis zur Marktreife. Eine vollständige Neuentwicklung dauert länger, weil die zwölfwöchige Stabilitätsprüfung erst nach der Rezepturfreigabe startet und im kritischen Pfad liegt.
Welche Mindestmenge gilt für Haarpflege?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Sie ergibt sich aus dem Packmittel, dem Abfüllverfahren und dem kleinsten wirtschaftlich sinnvollen Kesselansatz. Pumpflasche, Sprühkopf und Pipette verhalten sich dabei unterschiedlich.
Welches Trägersystem eignet sich?
Wasserfreie Ölsysteme liefern den stärksten Film, wirken aber schnell schwer. Emulsionen sind leichter und erlauben mehr Wirkstoffe, sind dafür konservierungspflichtig. Sprühformate verteilen sich fein, transportieren aber weniger Wirkstoff. Die Wahl folgt dem Zielprodukt.
Wer bewertet die Sicherheit der Inhaltsstoffe?
Für das Inverkehrbringen gilt die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 mit Sicherheitsbericht, Produktinformationsdatei und CPNP-Meldung. In Deutschland bewertet das Bundesinstitut für Risikobewertung die gesundheitlichen Risiken kosmetischer Inhaltsstoffe.






